
Der Gegenvorschlag des Bundesrates zur erneut eingereichten Konzernverantwortungsinitiative will KMU und Familienunternehmen zwar von der zusätzlichen Regulierung ausnehmen – in der Praxis wird das jedoch nicht gelingen.
Denn auch viele KMU und Familienunternehmen sind in internationale Wertschöpfungsketten eingebunden. Als Zulieferer grosser Konzerne müssten sie künftig mit aufwändigen Berichten belegen, dass ihre Produkte den Anforderungen an Menschenrechte und Umweltstandards entsprechen. Der administrative Mehraufwand wäre beträchtlich und die Wettbewerbsnachteile gegenüber ausländischen Konkurrenten würden zunehmen. In der heutigen Zeit ein No-Go!
Familienunternehmen verfügen selten über eigene Compliance-Abteilungen wie Grosskonzerne. Die neuen Vorgaben würden sie deshalb unverhaltnismassig stark treffen. Das ist problematisch. Denn diese Unternehmen sind ein zentraler Pfeiler der Schweizer Wirtschaft und sollten nicht durch zusätzliche Bürokratie geschwächt werden.
Die VPAG lehnt deshalb sowohl die Konzernverantwortungsinitiative als auch den Gegenvorschlag des Bundesrates klar ab. Das Volk soll rasch und ohne Gegenvorschlag über die Initiative abstimmen.