
Die Bundesverwaltung ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen. Zwischen 2010 und 2024 sind die Personalausgaben der zentralen Bundesverwaltung um 32 Prozent gestiegen. Gleichzeitig konkurriert der Bund zunehmend mit der Privatwirtschaft um qualifizierte Fachkräfte und trägt mit immer neuen Stellen zum Ausbau der Bürokratie bei. Vor diesem Hintergrund hat ein überparteiliches Komitee unter der Federführung der Jungfreisinnigen die Initiative für eine Verwaltungsbremse lanciert. Die Initiative verlangt, dass die Personalausgaben des Bundes künftig höchstens im gleichen Ausmass wachsen dürfen wie der Schweizer Medianlohn. Ausnahmen sind unter anderem für den ETH-Bereich vorgesehen; zudem kann das Parlament in ausserordentlichen Situationen Abweichungen beschliessen.
Nach Berechnungen der Initianten wären die Personalausgaben der zentralen Bundesverwaltung seit 2010 nicht um 32 Prozent, sondern lediglich um 17 Prozent gestiegen, wenn diese Regel bereits gegolten hätte.
Warum die VPAG die Initiative unterstützt
Die VPAG unterstützt die Initiative der Jungfreisinnigen für eine Verwaltungsbremse, weil diese das Wachstum der Bundesverwaltung auf ein langfristig tragfähiges Mass begrenzt. Die Personalausgaben des Bundes würden mit der Initiative an die Entwicklung der Löhne in der Schweiz gekoppelt, statt ungebremst anzusteigen. Familienunternehmen sind auf einen Staat angewiesen, der seine Aufgaben effizient erfüllt und mit öffentlichen Mitteln verantwortungsvoll umgeht. Ein stetig wachsender Verwaltungsapparat erhöht das Risiko zusätzlicher Regulierung und verschärft den Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte. Die Verwaltungsbremse setzt hier an: Sie schafft einen klaren und nachvollziehbaren Rahmen für das Wachstum der Bundesverwaltung und trägt dazu bei, den Staatsapparat langfristig auf ein angemessenes Mass zu begrenzen.